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Krebsvorsorge im Mund: Lebenswichtig, doch oft unterschätzt – Teil 2 der Blogserie

Krebs erkennen, bevor er entsteht: Mit diesem Thema haben wir uns bereits in Teil eins unserer Blogserie beschäftigt. Sie wissen nun bereits, was Mundschleimhautkarzinome sind und wie Sie auf Veränderungen Ihrer Mundschleimhaut reagieren sollten, wenn Sie welche bemerken. Mundhöhlenkrebs breitet sich rasch aus, deswegen ist seine rechtzeitige Erkennung ungemein wichtig.

 

In diesem Beitrag sprechen wir Risikofaktoren an, welche die Bildung und Ausbreitung von Krebs im Mund begünstigen. Wir geben Ihnen aber auch einen Hoffnungsschimmer: Weil allein in Deutschland jährlich über 10.000 Menschen an Mundhöhlenkrebs erkranken und diese Krebsform meist nur im Frühstadium heilbar ist, hat sich unsere Praxis der Krebsvorsorge verschrieben. Dr. med. dent. Tanja Kristine Wagner hat sich bereits während ihrer Doktorarbeit diesem überaus wichtigen Thema gewidmet und an einem besonders schonenden Früherkennungsverfahren mitgearbeitet. So verwundert es nicht, dass wir exakt dieses Verfahren der Probegewinnung (Bürstenbiopsie) bei uns in der Praxis einsetzen, um Krebs im Mundraum keine Chance zu geben.

 

 

Ursachen und Risikofaktoren

 

Circa 5 Prozent aller bösartigen Tumorerkrankungen betreffen die Mundhöhle. Doch trotz dieser Häufigkeit ist abschließend noch nicht geklärt, weswegen Mundschleimhautkarzinome entstehen. Studien haben jedoch einige Faktoren und Umstände aufgedeckt, welche die Entstehung von Mundhöhlenkrebs begünstigen. So sind beispielsweise Männer mehr als doppelt so häufig betroffen als Frauen, wobei die Zahl der erkrankten Frauen in den vergangenen Jahren zunahm. Das kann unter anderem damit zusammenhängen, dass im selben Zeitraum auch die Anzahl an Frauen, die Alkohol und Zigaretten konsumieren, gestiegen ist. Nikotin und Alkohol gelten als die größten Risikofaktoren für Mundschleimhautkrebs, besonders in Kombination.

 

Ebenso können eine genetische Prädisposition (Veranlagung), mangelhafte Mundhygiene und chronische Irritationen der Mundschleimhaut beispielsweise durch schlecht sitzenden Zahnersatz die Entstehung eines Mundhöhlenkarzinoms begünstigen. Und auch eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) als Folge einer Ansteckung durch Oralverkehr kann Krebs im Mundraum hervorrufen.

 

 

Risiko mindern mit Prävention und dem passenden Vorsorgeprogramm

 

Auch wenn Mundhöhlenkrebs bei Männern meist im Alter zwischen 55 und 65 Jahren auftritt und der Erkrankungsgipfel bei Frauen zwischen dem 50. und dem 75. Lebensjahr liegt, können Sie bereits Jahre vorher den Grundstein dafür legen, gar nicht erst zu erkranken. Verzichten Sie auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum und Sie können das Risiko zu erkranken, um das 30-fache reduzieren.

 

Doch nicht jeder, der raucht und trinkt, bekommt Mundhöhlenkrebs. Umgekehrt ist nicht jeder Nichtraucher automatisch geschützt vor Mundschleimhautkarzinomen. Wir empfehlen daher ein auf Ihr individuelles Risiko abgestimmtes Vorsorgeprogramm und eine solide Mund- und Prothesenhygiene: Pflegen Sie Ihren Mund, Zähne und Zahnersatz, achten Sie auf Veränderungen im Mundraum und schauen Sie in regelmäßigen Abständen bei uns zur Kontrolle vorbei. Zu Ihrer individuellen Risikobestimmung ist immer eine persönliche Einschätzung nach gründlicher Beratung und Untersuchung nötig. Ausgehend davon können wir Ihnen ein maßgeschneidertes Vorsorgeprogramm in bedarfsgerechten Intervallen zusammenstellen.

 

 

 

FrĂĽhzeitige Erkennung rettet Leben: HPV-Test, Velscope-Screening und BĂĽrstenbiopsie

 

Fester Bestandteil Ihres Vorsorgeprogramms sollte eine Velscope-Untersuchung sein. Das blaue Licht beim Velscope-Screening stimuliert die natürliche Gewebefluoreszenz in Ihrem Mundraum. Dadurch werden mögliche Veränderungen sichtbargemacht, bevor sie mit dem bloßen Auge erkennbar sind. Ein solches Screening ist in nur 5 Minuten im Rahmen der Zahnprophylaxe-Untersuchung bei uns in der Praxis durchführbar. Es ist vollkommen schmerzfrei und bedarf keiner zusätzlichen Lösungen (Toluidblau) oder Medikamente.

 

Weil in Tumorgewebe auch immer wieder humane Papillomaviren nachgewiesen werden, bieten wir HPV-Tests an, die uns Aufschluss darüber liefern, ob Sie mit HPV infiziert sind und ob damit ein höheres Krebsrisiko verbunden ist.

 

Bei verdächtigen Veränderungen empfehlen wir zudem eine OralCDX Bürstenbiopsie. Ein einfacher Abstrich von der Mundschleimhaut. Dabei handelt es sich um ein hochgradig aussagekräftiges Früherkennungsverfahren, bei dem schmerzfrei und ganz ohne Skalpell oder Anästhesie Gewebeprobe aus Ihrem Mundraum entnommen werden. Velscope-Screening und OralCDX Bürstenbiopsie spielen eine Schlüsselrolle in der Früherkennung aggressiv wachsender Mundschleimhautkarzinome. Wird Krebs im Mund frühzeitig entdeckt, steigt Ihre Überlebensrate auf über 80 Prozent.

 

 

 

 

 

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